Netzwerk Hintergrund


Durch Infektionskrankheiten gibt es eine wachsende globale Mortalität. Es sterben jährlich mehr Menschen an Infektionskrankheiten als durch Krebserkrankungen. Zudem gibt es eine alarmierende Zunahme von antibiotikaresistenten Keimen, die insbesondere durch eine späte oder unspezifische Diagnose der krankmachenden Erreger entsteht. Infektionskrankheiten werden durch verschiedene pathogene Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze hervorgerufen. Eine optimale Behandlung und somit die entscheidende lebensrettende Therapie ist erst nach schneller und präziser Identifikation des vorliegenden Erregers möglich.

Neben Infektionen stellen chronische Entzündungen die Medizin vor eine weitere Herausforderung. Chronische Entzündungen gelten als Ursache für viele chronische und teilweise autoimmune Erkrankungen, die in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Selbst bei Erkrankungen, die auf den ersten Blick nicht mit Entzündungen in Verbindung gebracht werden, verdichten sich Hinweise auf eine wichtige Rolle von inflammatorischen Prozessen bei deren Entstehung, wie z.B. Herzinfarkt oder Krebs. Auf der Suche nach Therapien solcher Krankheiten etablierte sich die Entzündungsforschung mit einer neuen Sichtweise und einem ganzheitlichen Ansatz. Mit der Entdeckung von biologischen Messwerten, den sogenannten Biomarkern, ist es möglich, verschiedene Krankheiten zuzuordnen. Durch die Definition der Biomarker ist somit nicht nur eine spezifische Diagnose möglich, sondern auch eine ganzheitliche, auf die Krankheit abgestimmte Therapie denkbar. Weiterhin können die Biomarker für die Konzeption einer schnellen und kosteneffizienten personalisierten Therapiestrategie dienen.