Das Anfang 2017 gegründete Netzwerk „Infektionsdiagnostik und Detektion von Biomarkern bei inflammatorischen Erkrankungen” ist ein im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Kooperationsnetzwerk.

Das Ziel des Netzwerkes ist die Entwicklung innovativer Technologien in den Bereichen Diagnostik und Detektion molekularer Biomarker bei chronisch entzündlichen Krankheiten.

Koordiniert wird das Netzwerk durch die Netzwerkmanagementeinrichtung SilverSky Unternehmensgruppe (ehemalig Ventac Partners GmbH), die als spezialisierte Beratung im Bereich Life Science über langjährige Erfahrung in der Förderung, Beratung und Entwicklung von innovativen Life Science-orientierten Unternehmen verfügt.

SilverSky Unternehmensgruppe ist ein Unternehmen mit großer Erfahrung im Bereich neuer Technologien und dem Management von Ausgründungen. Die Netzwerkmanager bringen wissenschaftliches Know-how, betriebswirtschaftliche Expertise sowie fundierte Branchenkenntnisse mit.


Durch Infektionskrankheiten gibt es eine wachsende globale Mortalität. Es sterben jährlich mehr Menschen an Infektionskrankheiten als durch Krebserkrankungen. Zudem gibt es eine alarmierende Zunahme von antibiotikaresistenten Keimen, die insbesondere durch eine späte oder unspezifische Diagnose der krankmachenden Erreger entsteht.

Infektionskrankheiten werden durch verschiedene pathogene Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze hervorgerufen. Eine optimale Behandlung und somit die entscheidende lebensrettende Therapie ist erst nach schneller und präziser Identifikation des vorliegenden Erregers möglich.

Neben Infektionen stellen chronische Entzündungen die Medizin vor eine weitere Herausforderung. Chronische Entzündungen gelten als Ursache für viele chronische und teilweise autoimmune Erkrankungen, die in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Selbst bei Erkrankungen, die auf den ersten Blick nicht mit Entzündungen in Verbindung gebracht werden, verdichten sich Hinweise auf eine wichtige Rolle von inflammatorischen Prozessen bei deren Entstehung, wie z.B. Herzinfarkt oder Krebs. Auf der Suche nach Therapien solcher Krankheiten etablierte sich die Entzündungsforschung mit einer neuen Sichtweise und einem ganzheitlichen Ansatz. Mit der Entdeckung von biologischen Messwerten, den sogenannten Biomarkern, ist es möglich, verschiedene Krankheiten zuzuordnen. Durch die Definition der Biomarker ist somit nicht nur eine spezifische Diagnose möglich, sondern auch eine ganzheitliche, auf die Krankheit abgestimmte Therapie denkbar. Weiterhin können die Biomarker für die Konzeption einer schnellen und kosteneffizienten personalisierten Therapiestrategie dienen.

Die Vision des Netzwerkes ist die Verbesserung der Infektionsdiagnostik und der Diagnostik bei inflammatorischen Erkrankungen durch innovative Lösungen.

Im Speziellen soll sowohl die patientennahe Schnelldiagnostik Point-of-Care-Testing (POCT) für Infektionskrankheiten, als auch die Detektion von inflammatorischen Biomarkern, weiter entwickelt werden. Dazu sollen Probenvorbereitungen vereinfacht, spezifische Test-Sets entwickelt und Testsysteme automatisiert werden.


Das ZIM-Netzwerk „BiomarkersNet“ fördert und unterstützt die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen und Forschungseinrichtungen, wodurch das unterschiedliche Know-how optimal genutzt und Synergien erzielt werden können.

Es arbeiten Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen mit Ärzten und industriellen Partnern zusammen. Die enge, interdisziplinäre Kooperation der Partner ermöglicht und beschleunigt die Entwicklung innovativer Technologien. Innovationen sind nicht nur der Schlüssel für internationale Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung, sondern führen auch zu verbesserten Diagnosemöglichkeiten, die besonders für Patienten und das Gesundheitssystem einen großen Mehrwert bedeuten.